Die Wiesenschnake und deren Bekämpfung

Wiesenschnacke (Tipula paludosa)

Die Wiesenschnake oder auch Sumpfschnake ist eine Mückenart mit außerordentlich langen Beinen. Sie ist am ganzen Körper bräunlichgrau gefärbt und wird je nach Geschlecht ca. 16 bis 30 mm lang, wobei die Weibchen größer als die Männchen werden.

Die Weibchen legen ca. 300 bis 500 Eier etwa 5 mm in den Boden ab. Aus den abgelegten Eiern schlüpfen nach ungefähr 11 bis 15 Tagen die ersten Larven. Das dritte Larvenstadium überwintert in der obersten Bodenschicht und schlüpft im darauffolgenden Juni. Die Larven sind lange, zylindrisch geformte Tier ohne Beine. Die Puppen sind langgestreckt walzenförmig mit drei verschmolzenen und acht freien Segmenten. Die Larven sind Pflanzenfresser und ernähren sich in erster Linie von Wurzeln und Gräsern. Die ausgewachsenen Mücken fliegen von August bis Oktober. Die ausgewachsenen Mücken sind sehr kurzlebig und paaren sich normalerweise unmittelbar nach dem Ausschlüpfen.

Die Verbreitung der Wiesenschnake ist hauptsächlich in West- und Zentraleuropa. Durch den globalen Handel wurden sie mittlerweile auch in Nordamerika eingeschleppt, wo sie große ökonomische Schäden verursachen. Nach dem Schlüpfen treten die Mücken meist in Massen auf und kommen so, durch Licht angelockt, auch in Wohnungen und Keller.