Die Wespe und deren Bekämpfung

Wespe (Paravespula germanica)

Die auffällige schwarz-gelb gezeichnete Deutsche Wespe wird bis zu 2 cm groß und macht ein unverwechselbares Geräusch beim Fliegen. Mit dieser nicht zu übersehenden Färbung signalisiert das Insekt, dass es giftig ist. Jeder der einmal von einer Wespe gestochen wurde, lässt die Finger von ihr. Die sog. Wespentaille ist ein markanter Einschnitt zwischen dem mittleren Körperteil und dem Hinterleib.

Jede Wespenkolonie besitzt nur eine Königin in ihren Nest, das aus einer papierartigen Masse besteht. Die Königin kümmert sich nur um die Eiablage. Die zahlreichen Arbeiterinnen schaffen die Nahrung für die Larven heran und füttern sie. Die meisten Tiere sterben im Oktober, nur die Königinnen überwintern und gründen mit den in speziellen Zellen geschlüpften Männchen aus dem Herbst wieder eine neue Kolonie. Diese Nester findet man häufig in Baumhöhlen, unter dem Dach von Gartenhäuschen oder Scheunen und Rollladenkästen. Da Wespen andere schädliche Insektenarten erbeuten und an ihren Nachwuchs bis zu 2 kg täglich verfüttern sind sie sehr nützliche Tiere.

Hier in Deutschland sind die Arten der Deutsche- oder auch die Gemeine Wespe am häufigsten vorzufinden, allerdings gibt es Wespen auf der ganzen Welt. Die beiden Arten aus unseren Gefilden sind sog. Kulturfolger, denn sie kommen regelmäßig in Städten und Dörfern vor. Die anderen zahlreichen Wespenarten sind hauptsächlich in naturnahen Lebensräumen oder in Wäldern ansässig.  

Bei den Wespenstichen ist besonders bei Allergikern und empfindlichen Menschen Vorsicht geboten, denn sie können gefährliche Folgen haben. Für alle anderen ist ein Stich der Wespe nur schmerzhaft. Aber generell gilt, dass bei Wespenstichen im Mundbereich immer ein Arzt aufgesucht werden muss, da es im Bereich der Luftröhre zu lebensgefährlichen Schwellungen kommen kann.

Da Wespen Krankheitserreger und Schimmelpilze verbreiten können gelten Wespen als Hygieneschädlinge und haben somit in Bäckereien und Lebensmittelbetrieben nichts zu suchen.

Die einfachste Lösung gegen das Eindringen von Wespen in die Wohnung ist ein Insektenschutzgitter an den Fenstern. Lebensmittel sollten mit einer Abdeckhaube geschützt und Honig-, Marmeladengläser und zuckerhaltige Getränke müssen gut verschlossen werden. Offen herumstehenden Limonaden- und Biergläser sollten immer abgedeckt werden, damit keine Wespen hineinfallen können.

Kolonien von Wespen werden von GROLI mit einer speziellen Schutzkleidung umgesiedelt oder mit Kontaktinsektiziden bekämpft. Es darf auf gar keinen Fall selbst Hand angelegt werden, da es sehr gefährlich werden kann.