Der Speckkäfer und dessen Bekämpfung

Speckkäfer (Dermestes lardarius)

Der dunkle braun-schwarz gefärbte Speckkäfer wird ca. 6 bis 10 mm groß und hat eine typische Antennenform, wobei die letzten 3 Glieder des Fühlers immer deutlich größer als die ersten Fühlerglieder sind.  Seine Larven sind sehr stark behaart, haben am Hinterende 2 kräftige Dornen und sind ebenfalls braun-schwarz gefärbt. Speckkäfer-Larven verstecken sich gern unter Fußleisten, in Schränken, Parkettritzen und auch oft am Fenster bzw. an der Fensterbank, da sie zum Licht fliegen.

Im Freiland fressen die Larven überwiegend Aas und sorgen so dafür, dass tote Tiere und ihre Überreste beseitigt werden. Im Haushalt treten diese Schädlinge z.B. in Vorratslagern auf. Sie wurden als typische Kulturfolger vom Menschen auf der ganzen Welt verschleppt. Der Speckkäfer lebt im Freiland, wie z.B. in Vogelnestern, aber auch in Wohnungen, Vorratslagern oder Lebensmittelbetrieben. Die Larven fressen Schinken, Wurst, Speck, harten Käse, Eiernudeln, Trockenfisch, Wolltextilien, Leder oder Rohfellen. Die gesellig auftretenden Larven zerstören bohrenderweise Felle, Leder, Tabak, Kork, Garn, Holz, Pappe, Bücher, Styropor und sogar Asbest beim verpuppen. Wenn Speckkäfer jahrelang in Massen auftreten gibt es massive Schäden an Möbeln und anderen Gegenständen. Sie gelten daher als Hygiene- und Materialschädlinge.

Speckkäfer orientieren sich zum Licht und kommen daher sehr oft in den Abendstunden durch geöffnete Fenster ins Haus geflogen. Häufig kommen sie auch in Vogelnestern vor, wenn Tauben oder Spatzen in unmittelbarer Nähe nisten. Das Eindringen der Käfer kann nur durch Insektenschutzgitter an Fenstern verhindert werden.