Die Lebensmittelmotte und deren Bekämpfung

Motten (Tineidae)

Zu den Lebensmittelmotten gehört unter anderem die Mehlmotte, die eine Länge von ca. 14 mm erreicht. Die Identifizierung der kleinen Falter ist relativ leicht, da sie an den Vorderflügeln blau- bis silbergrau gefärbt ist und neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch noch eine Reihe von dunklen Punkten am Flügelsaum aufweist. Im Ruhezustand legt die Mehlmotte ihre Vorderflügel dachartig über die Hinterflügel. Die halb so langen Fühler des Vorratsschädlings zeigen meist in die Richtung des Hinterleibes.

Das Weibchen legt bis zu 500 Eier in Mehl oder Weizenkleie ab und produziert hier feste Gespinste aus Spinnfäden. Bei einer Temperatur von 20°C entwickelt sich das Ei bis zum fertigen Falter in ca. 2 bis 3 Monaten. Der Vorratsschädling kann sich bei höheren Temperaturen auch schneller entwickeln. Die Raupen ernähren sich dann von Mehlprodukten, Getreide-, Reis- und Maiskörnern und verschmutzen bzw. vernetzen die Lebensmittel in großem Umfang. Die Larven wandern umher und suchen sich einen geeigneten Platz zum verpuppen. Die Metamorphose von der Raupe zur fertigen Mehlmotte vollzieht sich anschließend in einem dicht gesponnen Kokon.

Ursprünglich stammt dieser Vorratsschädling aus Mittelamerika. Mittlerweile gibt es diese Mottenart weltweit, da sie sich durch den Handel mit Mehl und Getreide ausbreitet. Mehlmotten, die auch mit befallenen Lebensmitteln in den Privathaushalt gelangen können, treten regelmäßig in Bäckereien und Getreidemühlen auf.

In den Sommermonaten können diese Motten auch von außen zufliegen, daher kann ein Befall nie zuverlässig verhindert werden. Alle Vorräte wie Mehl oder Frühstückscerealien sollten nie offen stehen gelassen werden und die Schränke regelmäßig ausgesaugt und ausgewischt werden. Außerdem müssen alle Lebensmittel in wiederverschließbaren Gefäßen kühl und trocken aufbewahrt werden. Die Larven der Mehlmotte verunreinigen Lebensmittel durch ihren Kot. Besonders auf diesen wachsen dann später Schimmelpilze. Alle befallenen Lebensmittel müssen sofort umgehend entsorgt werden und dürfen auf gar keinen Fall mehr verzehrt werden.

Die im Handel erhältlichen Klebefallen eignen sich nicht zur Mottenbekämpfung, da nur ausschließlich die männlichen Motten gefangen werden. Zur Bekämpfung der Mehlmotte setzt GROLI spezielle Insektenstrips und Schlupfwespen ein. Wenn der Befall in Großbetrieben einen größeren Raum einnimmt setzt GROLI eine moderne und effiziente Präzisionsbegasung ein.