Der Mehlkäfer und dessen Bekämpfung

Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Der rund zwei Zentimeter große und dunkle bis schwarze Mehlkäfer hat als Hauptmerkmal eine vorspringende Wulst an der Kopfseite, die ein bisschen an eine Augenbraue erinnert. Allerdings ist dieses Merkmal nur eindeutig unter einen Mikroskop erkennbar, weshalb die Bestimmung am sichersten einem Fachmann überlassen werden sollte. Das Weibchen legt ca. 150-200 klebrige Eier in Nahrungsmittel wie z.B. Mehl ab. Da schlüpfen anschließend die weißen und später gelbbraunen bis zu 28 mm langen Larven. Diese werden auch als Mehlwürmer bezeichnet. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert in etwa 1 ½ Jahre.

In Mitteleuropa ist diese Käferart auch im Freiland zu finden, wo der Mehlkäfer z.B. Vogelnester oder Todholz besiedelt. Da sie als blinde Passagiere mit Getreidelieferungen unabsichtlich verschleppt und auch als Futtertiere für diverse Reptilienarten schon länger verwendet werden haben sie sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Die Larven und Käfer fressen und verschmutzen Mehlprodukte, Getreideabfälle, auch Teig- und Backwaren. In den Privathaushalt holt man sich diesen Vorratschädling meist unbemerkt mit befallenen Getreideprodukten wie Mehl, welches dann klumpig wird und muffig riecht. Aber auch wenn unter dem Dach Tauben brüten kann dieser Käfer in die Wohnung, Mühle oder in Getreidelager gelangen. Schützen kann man sich vor den Befall fast nicht, da der Mehlkäfer eine Vielzahl von Mehlprodukten kontaminiert.

Alle vom Mehlkäfer befallenen Nahrungsmittel sollten auf gar keinen Fall mehr zubereitet und verzehrt werden, da die Lebensmittel mit dem Kot des Vorratsschädlings verunreinigt werden. Dies hat die Ausbreitung von Bakterien und Schimmelpilzen zur Folge.

Zur richtigen und effektiven Bekämpfung des Mehlkäfers gehört zunächst, wie immer, den Befallsherd zu suchen und herauszufinden, auf welchen Weg der Vorratsschädling ins Haus gelangt ist. Eine der GROLI-Bekämpfungsarten des Mehlkäfers ist unter anderem die Präzisionsbegasung, wo mit Hilfe von rückstandsfreier Verfahren ( mittels Sulfurylfluorid ) Mühlen und Vorratssilos begast werden.