Die Kleidermotte und deren Bekämpfung

Kleidermotte (Tineola biselliella)

Kleidermotten sind ca. 4 bis 9 mm kleine, unscheinbare Motten, die eine silbrig- gelbglänzende Färbung auf den Vorderflügeln aufweisen wobei die Hinterflügel fast weiß sind. Sie tragen an den Vorder- und Hinterflügeln lange Fransen, was aber erst bei genauem Hinsehen auffällt.

Die Weibchen legen 100 bis 200 Eier einzeln an Wolltextilien, Fellen, Pelzen oder Federn ab. Da bauen die Larven kleine Röhren aus Textilfasern als Schutz, welche sie nur kurz zur Nahrungsaufnahme verlassen. Die Larven ernähren sich überwiegend von tierischen Produkten wie Wolle, Haaren und Federn. Sie halten sich meist an dunklen, trockenen und warmen Räumen auf. Die ausgewachsenen Motten haben verkümmerte Mundwerkzeuge und nehmen daher keine Nahrung mehr auf. Es entwickeln sich pro Jahr immer nur 2 Generationen, in sehr warmen Sommern können es auch mal 3 bis 4 Generationen werden.

Kleidermotten kommen weltweit vor und sind überall da, wo es Materialien wie Federn, Wolle, Felle oder Pelze gibt. In Privathaushalten findet man Kleidermotten häufig in Kleiderschränken, Wollteppichen oder Wandteppichen aus Wolle. Sich vor dem Befall zu schützen ist fast unmöglich, da die Motten im Sommer in die Wohnung fliegen und ihre Eier unbemerkt in Textilien ablegen. Die Raupen zerfressen dann mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen Felle, Wolltextilien, Wollteppichen, Pelze, Daunenkissen, alle Materialien aus Baumwolle, Jute, zellulosehaltige Textilfasern von pflanzlicher Herkunft, Natur- und Kunstseide sowie auch synthetisches Gewebe obwohl manches nicht verdaut werden kann. Diese unverdaulichen Materialien dienen lediglich zum Bau von ihren Gespinströhren.

Um frühzeitig einen Befall zu erkennen, können spezielle Klebefallen und Duftstoffe verwendet werden. Diese schrecken mit ihren Substanzen Motten ab und verhindern die Eiablage oder locken mit speziellen Lockstoffen die Mottenmännchen an. GROLI bekämpft Kleidermotten unter anderen mit Kontaktinsektiziden und einem sehr effektiven Heißluftverfahren.