Der Kugelkäfer und dessen Bekämpfung

Ameise (Formicoidea)

Aussehen

Kugelkäfer haben vergleichsweise lange Fühler und erinnern auf den ersten Blick eher an eine kleine Spinne als an einen Käfer. Die Tiere sind sehr klein und erreichen nur eine Körperlänge von 2 bis 3 mm. Der Kopf, das Halsschild und die Flügeldecke sind unbehaart. Die Flügeldecken sind glatt und glänzend braun rot gefärbt. Die Käfer können nicht fliegen, weil ihre Flügeldecken miteinander verwachsen sind.

Lebensweise

Die Tiere sind sehr versteckt, weswegen vielen Menschen oft nicht auffällt das sich Kugelkäfer im Haus vorkommen. Die Käfer und Larven sind nachtaktiv und verbringen den Tag in Ritzen und Spalten. Die Larven können sich bei Temperaturen zwischen 20 und 35°C entwickeln. Bei einer Temperatur von 33°C dauert ihre Entwicklung nur 45 Tage. Die erwachsenen Käfer können bis zu eineinhalb Jahre leben. Sie kommen wochenlang ohne Nahrung aus und überleben auch kühle Temperaturen.

Vorkommen

Die Art ist weltweit verbreitet und kann an pflanzlichen und tierischen Vorräten Schäden hervorrufen. Diese Käfer wurden z. B. schon an Getreide, Gewürzen, Fischmehl, Hundefutter oder Trockenfrüchten gefunden. Besonders häufig kommt es in Fachwerkhäusern zu Massenvermehrungen, wo Larven und erwachsene Käfer in den Strohfüllungen von Zwischendecken leben. Oft werden die Tiere erst dann bemerkt, wenn z. B. Leitungen neu verlegt werden oder sonstige Umbaumaßnahmen in den befallenen Gebäuden durchgeführt werden. In diesen Fällen können die Käfer beispielsweise aus der Decke fallen oder unter Fußleisten hervorkommen.

Wie kann man sich vor Befall schützen?

Leider kann man sich kaum vor einem Befall schützen. Häufig leben Kugelkäfer jahrelang unbemerkt in alten Häusern – v. a. in Fachwerkhäusern. Meist fällt ein solcher Befall erst dann auf, wenn z. B. der neue Besitzer eines solchen Hauses Umbaumaßnahmen durchführt. In solchen alten Häusern sollte man Getreide und andere Vorräte, die im Keller gelagert werden gut verschließen, damit Kugelkäfer nicht unbemerkt hineingelangen können.

Welche Probleme verursachen diese Schädlinge?

Diese Käferart wird sowohl als Hygiene- wie auch als Materialschädling angesehen. Nahrungsmittel und gelagertes Getreide werden nicht nur von den Larven, sondern auch von den Käfern selbst angefressen, durch Fraßmehl, Kot, Larvenhäute und Puppenhüllen verunreinigt und so für den menschlichen Verzehr unbrauchbar gemacht. Darüber hinaus werden Verpackungsmaterialien zerstört, in die sich die Larven zur Verpuppung einbohren. In Fachwerkhäusern können bei einem Massenbefall hunderte Käfer aus den strohgefüllten Gefachen in die Wohnräume gelangen.

Wie kann man diese Schädlinge am besten bekämpfen?

Zur Bekämpfung müssen staubförmige oder flüssige Kontaktinsektizide in den Bereichen ausgebracht werden, in denen sich die Käfer aufhalten (z. B. in Zwischendecken von Fachwerkhäusern). Die Bekämpfung von Kugelkäfern ist extrem schwierig. Man sollte sie daher professionellen Schädlingsbekämpfungsunternehmen überlassen. Also kontaktieren Sie uns. Eine der gängigen Bekämpfungsformen ist eine Begasung.

 

 

Quelle:

https://www.dsvonline.de/fuer-verbraucher/schaedlingsverzeichnis/schaedlinge-h-n/kugelkaefer.html (Zugriff: 12.09.2019)

Bildquelle:

http://www.naturspaziergang.de/Kaefer/Ptinidae/Ptinidae_Fotos/Gibbium_psylloides_003_25-02-2017.jpg (Zugriff: 12.09.2019)